Die Bedienung eines Ticket-Automaten ist in der Regel simpel, wenn von hinten keiner drängt, und das Tram noch nicht mit offenen Türen am Perron steht. Ein benutzerfreundliches Terminal zu konzipieren, ist aber alles andere als banal. Der ZVV zeigt, wie’s geht.
Die Gretchenfrage lautete: Wie erschliesst man Reiseden das wachsende ÖV-Universum des Zürcher Verkehrsverbunds mit seinem dichten Tram-, Zug-, Bus- und Schiffnetz und seinen vielfältigen Ticket- und Verbund-Optionen in der Einfachheit eines Selbstbedienungsautomaten? Oder: Wie bietet man mehr Wahl mit weniger Qual? Wir sind erfreut, mit unseren 15-Zoll-Touchscreens dem ZVV bei dieser verzwickten Aufgabenstellung behilflich zu sein. Erst der Touchscreen ermöglicht ein durchgängiges Bedienkonzept im ganzen ZVV-Netz über ein identisches Interface. Es bietet dem Benutzer an jedem Standpunkt schnelle, kontextabhängige Auswahl über das ganze Spektrum des Verbundangebotes mit hilfreichen Voreinstellungen für die wahrscheinlichste Wahl.
Für alle Temperaturen
Bedienungsfreundlichkeit ist aber nicht bloss eine Frage des User-Centred Designs und der Software. Anders als etwas die meisten Smartphones lassen sich unsere Touchscreens auch mit Handschuhen bedienen und bei direkter Sonnenbestrahlung problemlos einsehen. Spezielle Sonnenschutzfolien sorgen auch dafür, dass bei Sonneneinstrahlung im Innern keine Treibhaushitze entsteht, während andrerseits eine integrierte Heizung die Funktionstüchtigkeit auch bei klirrender Kälte garantiert.
Nicht für alle «Nutzer»
Gar nicht bedienungsfreundlich haben wir unsere Komponenten für Vandalen gebaut. Die Touchscreens bestehen aus extrem resistentem Verbundsicherheitsglas. Die Eingabetastatur für die Kartenbezahlung, die ebenfalls aus unserem Hause stammt, ist aus praktisch unverwüstbarem Edelstahl gefertigt. Die Steuerung über Berührungssensoren reduziert auch die Zahl der mechanischen Teile und steigert so die Robustheit und Ausfallsicherheit der neuen Automaten zusätzlich.
Nach einem ersten Rollout von 30 Automaten, die sich in der Praxis bereits bestens bewähren, sollen Ende 2012 alle rund 1100 Ticketautomaten in der Stadt Zürich, in Winterthur, bei der SZU, der Forchbahn und vereinzelt bei weiteren Verkehrsunternehmen im ZVV-Gebiet im Einsatz stehen.
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