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Adscreens – Werbebranche leidet noch unter Signalschwäche.

Auf Werbeflächen aller Art liefern sich Werbetreibende omnipräsent ihren «Fight for Eyeballs». Selbst Bauwände und Robbydogs müssen in der Not für Kaufempfehlungen herhalten. Aber die privilegierten Standorte, wo kreative Werbebotschaften ihr leuchtendes Dasein fristen könnten, bleiben oft ungenutzt. Out-of-Home Screens sind bei den Werbern noch etwas out of head.

Plakate lernen laufen

In jedem Sience Fiction-Film dominieren bewegte Bilder die Werbeflächen auf öffentlichem Grund. Die digitale Zukunft der Werbeanzeigen auf den Strassen, im Zügen, Bussen und Trams, in Warenhäusern und deren Tiefgaragen, an Tank- und Haltestellen scheint besiegelt – aber für viele noch weit entfernt. Tatsächlich aber wird die Zukunft von der Realität langsam aber sicher eingeholt. Eine der treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung ist unsere Tochterfirma salescreen. Zusammen mit unseren internationalen Produktionspartnern und als aktives Mitglied des Branchenverbands bringen auch wir dem Plakat das Laufen bei.

Ferngesteuerte Werbewirkung

Die Vorteile digitaler Werbeposter liegen auf der Hand: die Emotionalität der bewegten Bilder, die dramaturgischen und didaktischen Möglichkeiten, der Aufmerksamkeitswert eines leuchtenden Bildschirms, die brillanten Farben … welches Plakat kann da schon mithalten. Der werbestrategisch besondere Vorteil liegt jedoch in der flexiblen Steuerung der Adscreens über ein zentrales Cockpit. Während knusprige Croissants sinnvollerweise in den Morgenstunden digital ausgeliefert werden, weckt ein Kino-Trailer eher am Abend das Interesse. Jeder Screen ist theoretisch einzeln ansteuerbar und kann somit zielgenau zur lokalen Verkaufsförderung eingesetzt werden. Besonders attraktiv sind Adscreens bei Tankstellen, wie wir sie für Migrol und Shell grossflächig implementiert haben: Der Automobilist tankt nicht nur Benzin, sondern auf Augenhöhe mit den Adscreens auch gleich einige Kaufideen oder Imagebotschaften. Die Inhalte lassen sich dank Internetsteuerung in sekundenschnelle auswechseln, geografisch differenzieren oder orchestrieren, mehr und mehr auch in netzübergreifenden Pools.

Werbebranche hinkt hinter her

Aufgrund dieser herausleuchtenden Eigenschaften (die durch die Werbemittelforschung hinreichend bestätigt wurden) könnte man annehmen, die Werbeprofis würde sich um «Sendezeiten» auf diesen Screens reissen. Aber auch hier zeigt sich einmal mehr die erstaunlich konservative Grundhaltung der Werbebranche, die neue kommunikative Spielwiesen schon immer nur sehr zögerlich betreten hat. Die Entwicklung indessen ist nicht aufzuhalten. Jedes Unternehmen ist heute mehr denn je herausgefordert, neue technologische Errungenschaften rechtzeitig zu adaptieren und für den eigenen Marktvorteil zu nutzen – gerade in der Kommunikation. Die Werbe- und Mediaagenturen tun gut daran, dem Licht der Adscreens zu folgen, bevor ihre Kunden sich über ihre Mattscheibe wundern.

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